Deutsche Jahrgangsmeisterschaften 2016

Drei Deutsche Jahrgangsmeistertitel für die SG Ruhr!

Michelle Pschuk, Lasse Dumke und Silas Leowald  Deutsche Jahrgangmeister.

Mit drei Goldmedaillen und zwei Bronzemedaillen im Gepäck kehrte die glückliche Mannschaft der SG Ruhr von den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften aus Berlin zurück. Dazu gab es sechs neue Vereinsrekorde und elf neue persönliche Bestzeiten. Dass es nach fünf Wettkampftagen so eine erfolgreiche Meisterschaften werden würde, hatten auch die Trainer Christoph Kreutzenbeck und Kati Hämmerich nicht erwartet.

Die Wattenscheiderin Michelle Pschuk (SG Ruhr e.V./Jg. 2000) sorgte direkt am ersten Wettkampftag schon für den ersten Paukenschlag. Auf ihrer Spezialität den 50m Brust schwamm  sie mit 33,23 Sek. schon im Vorlauf eine sehr starke Zeit und verbesserte ihren eigenen Vereinsrekord um 0,22 Sek. Sie qualifizierte sich damit als erste für das Jahrgangsfinale am Abend. Direkt neben ihrer Ex-Vereinskollegin und Hattingerin Anna Heermann (SG Essen) schwimmend, entschied Michelle das Herzschlag-Finale am Ende tatsächlich für sich. Sie verbesserte ihren Rekord von Morgens erneut und holte sich mit einer Zeit von 33,09 Sek. die Goldmedaille vor Joline Fleur-Wauer (Dresden) in 33,16 Sec. Anna Heermann wurde hier in 33,56 Sek. fünfte. Ein paar Tage später durfte Michelle sich erneut freuen. Im Vorlauf über 100m Brust  qualifizierte sie sich in 1:13,50 Min. als vierte für das Finale am Abend. Auch hier wurde es erneut sehr spannend. Am Ende teilte sie sich den dritten Platz mit Anna Kroniger (Blau-Weiss Bochum) in exakt der gleichen Zeit von 1:13,30 Min. Damit blieb sie ein halbe Sekunde über ihrer Bestzeit.  Siegerin wurde Victoria Suchantke (Hannover) in 1:12,04 Min. Vizemeisterin wurde jetzt Anna Heermann (SG Essen) in 1:12,27 Min. Über 200m Brust erreichte Michelle im Jahrgangs Finale in 2.41,10 Min. Platz 8.

Für den zweiten Paukenschlag am ersten Wettkampftag sorgte Lasse Dumke (SG Welper, Jg. 1998). Der Hattinger sorgte ebenfalls für eine absolute Überraschung. Nachdem er morgens im Vorlauf über die 100m Rücken in 58,88 Sek. sich als zweiter für das Finale qualifizierte, konnte er abends nochmal sehr stark auftrumpfen und bewies seine Nervenstärke.  Er gewann mit beeindruckendem Vorsprung von knapp einer Sekunde in beeindruckenden 57,38 Sek. zum ersten Mal die Deutsche Meisterschaft im Jahrgang 1998. Diese Zeit bedeutete eine Verbesserung seines eigenen Vereinsrekords um satte 1,29 Sekunden. Damit gewann er vor seinem ewigen Konkurrenten Moritz Walaschewski (SG Essen) in 58,37 Sec und Tjaard Krusch (Wiesbaden) in 58,43 Sec. Ein paar Tage später startete er über die 50m Rücken und feierte erneut einen Erfolg. Mit einer Zeit von 27,97 Sek. qualifizierte er sich im Vorlauf als siebter für das Finale am Abend. Dort mobilisierte er alle Kräfte und gewann im neuen Vereinsrekord von 27,12 Sek. die Bronzemedaille. Eine Verbesserung von seinem eigenen Rekord mit 0,15 Sek. Über die 200m Rücken schwamm er im Finale etwas ermüdet in einer Zeit von 2.09, 40 Min. auf Platz 6. Seine Vielseitigkeit bewies er über die 200m und 400m Lagen. In 2:12,15 Min. verbesserte er seinen eigenen Vereinsrekord um 0,15 Sek. und erreichte den 9. Platz.  Am letzten Wettkamptag startete er auch noch über die doppelte Distanz. Hier verbesserte er den acht Jahre alten Vereinsrekord von Mirko Opitz um satte 4,92 Sekunden auf 4.42,44 Min. Damit qualifizierte er sich unerwartet für das Finale und erreichte er erneut den 9. Platz.

Den dritten Meistertitel für die SG Ruhr holte sich Brustschwimmer Silas Leowald (SG Ruhr e.V, Jg. 2002).  Der Schwimmer aus Attendorn trainiert schon längere Zeit bei der SG Ruhr und hat jetzt seit kurzem auch das Startrecht für die SG Ruhr. Er schwamm schon im Vorlauf eine beeindruckende Zeit von 1:07,87 Min. auf seiner Spezialität den 100 Meter Brust. Eine beeindruckende Verbesserung von seiner Bestzeit um 2,13 Sek. Mit fast 3 Sekunden Vorsprung qualifizierte er sich als erster für das Finale im Jahrgang 2002. Abends im Finale wurde es aber dann noch sehr spannend, aber Silas hatte seine Nase am Ende vorne und gewann  die Meisterschaft in 1:07,92 Min. vor  Louis Dramm (Dresden) in 1:08,21 Min. Über 200 m Brust ging Silas erneut als Favorit an den Start.  Im Vorlauf schwamm er in einer starken neuen Bestzeit von 2:29,99 Min. die schnellste Zeit seines Jahrgangs. Leider hatte das Kampfgericht eine fehlerhafte Wende festgestellt und disqualifizierte Silas. Da halfen die Proteste trotz Videobeweis nichts und er musste leider auf seinen Start im Finale verzichten.  

Auch die anderen Schwimmer der SG Ruhr konnten sehr gute Leistungen und viele neue Bestzeiten vorweisen. Der talentierte Nicolas Jochum (SG Ruhr e.V, Jg. 2001) ging vier Mal an den Start und erreichte vier starke neue Bestzeiten. Seine besten Platzierungen im Jahrgang 2001 erreichte er mit Platz 15 über die 200m Lagen in 2:18,20 Min. (-1,27 Sek.) und Platz 16 über 200m Schmetterling in 2:17,69 Min. (-0,31 Sek.) Über 100m Schmetterling erreichte er mit 1:01,47 Min. (-0,41 Sek.) im Jahrgang  Platz 21. Auch über  die 200m Freistil erreichte er Platz 21 in 2:03,11 Min. (-2,5 Sek.). Jahrgangskollege Jonas Arndt (SG Ruhr e.V, Jg. 2001) konnte mit seiner Teilnahme und zwei neue Bestzeiten ebenfalls sehr zufrieden sein. Er schwamm nach Platz 25 über die 200m Freistil in 2:03,92 Min. (-2,04 Sek.). Über die 400 Meter Kraul verbesserte er seine Bestzeit sogar um fast 8 Sekunden auf 4:20,86 Min. (Platz18).  Malin Binnebesel (SG Ruhr e.V, Jg. 2001) schwamm eine neue Bestzeit über die 200m Brust in 2:47,26 Min. (Platz 13), eine Verbesserung um 1,28 Sek. Luzie Kindermann (SG Welper, JG 2002) glänzte über ihre Spezialität die 200m Schmetterling. Sie verbesserte ihre persönliche Bestzeit um fast 2 Sekunden auf  2.31,96 Min., was Platz 15 in ihrem Jahrgang bedeutete. Über die 100 Meter Schmetterling erreichte sie Platz 32 in 1:10,08 Min. Vielstarterin Lea Kebrle (SG Ruhr e.V, Jg. 2002) verbesserte sich am stärksten  über die 100m Rücken mit 0,68 Sek. auf 1.09,53 Min, hier erreichte sie Platz 26. Die 100m Schmetterling schwamm sie in 1:09,41 Min. (Platz 31), 200m Lagen in 2:35,99 Min. (Platz 28), 200 Rücken 2:32,09 Min. (Platz 28) und 200 Schmetterling in 2:36,00 Min (Platz 20). Rückenschwimmerin Katharina Fries (SG Welper, JG 2000) schwamm über die 100m Rücken (1:08,16 Min.) und 200m Rücken (2.29,07 Min.) auf Platz 17 und 15 in ihrem Jahrgang. Nachwuchsschwimmer Til Schmidt (SG Ruhr e.V./ Jg. 2003) war als einziger Aktiver der SG Ruhr zum ersten Mal mit in Berlin und startete im Mehrkampf über die 50/100/200m Bruststrecken/400m Freistil und 200m Lagen. Dabei belegte er in der Endabrechnung seines Jahrgangs den 17. Platz. Über 200 Meter Brust schwamm er in 2:52,62 min eine neue persönliche Bestzeit.